DISRUPT!

Abwehr des smarten Angriffs
auf unsere Sozialität, Kreativität, Autonomie
– auf unser Leben

Vortrag und Diskussion
am Freitag, 16.02.2018 um 20 Uhr im r12

DISRUPT! beschreibt die Versuche, das menschliche Dasein den Anforderungen einer reduktionistischen künstlichen Intelligenz zu unterwerfen. Der Anpassungsdruck des Menschen an die Maschine wirkt bereits jetzt – weit vor einer vollständigen Vernetzung aller mit allem. Das redaktionskollektiv çapulcu dechiffriert diese – oft unhinterfragte – Entwicklung als Angriff auf unsere Autonomie und analysiert seine entsolidarisierende Wirkung. Denn Technologie ist nie neutral, sondern immanent politisch.

Mit Macht vorangetriebene technologische Schübe sind schwer und selten umkehrbar, sobald sie gesellschaftlich erst einmal durchgesetzt sind und der darüber geprägte ›Zeitgeist‹ selbstverstärkend für die notwendige Stabilisierung gesorgt hat. Warten wir, bis sämtliche Erscheinungsformen und Konsequenzen dieses Angriffs auf unsere Sozialität (all-)gegenwärtig geworden sind, haben wir verloren. Es bliebe uns dann nur noch eine Analyse der vermeintlichen ›Entwicklung‹ in Retrospektive.

Ein Gegenangriff auf die Praxis und die Ideologie der totalen Erfassung erscheint deshalb zwingend notwendig. Die Autor*innen plädieren für die Wiederbelebung einer praktischen Technologiekritik zwischen Verweigerung und widerständiger Aneignung spezifscher Techniken.

Das çapulcu redaktionskollektiv ist eine Gruppe von technologiekritischen Aktivist*innen und Hacktivist*innen

Literatur:

çapulcu redaktionskollektiv
DISRUPT!
Widerstand gegen den technologischen Angriff ISBN 978-3-89771-240-9,
Unrast Verlag 2017, 160 Seiten, € 12,80

Vorher:

19.00 Uhr Vokü der K-Gruppe

 

Eine Veranstaltungsreihe des Anarchistischen Netzwerks Südwest*

 

Was ist eigentlich anarchistischer Feminismus?

Der Anarchismus scheint aufgrund der Ablehnung jeglicher Herrschaft den Feminismus theoretisch überflüssig zu machen. Dennoch wurde die anarchistische Historie durch Theoretiker geprägt, welche die Unter­drückung von Frauen* sowie die gesellschaftlichen Geschlechterverhältnis­se nicht annähernd genug berücksichtigt haben. Gleichzeitig vergessen jedoch der bürgerlich­reformistische Feminismus und seine Anhänger*innen den gesamtgesellschaftlichen Kontext von Kapitalismus und Herrschaft mit­zudenken.

In diesem Vortrag soll sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung des An­archafeminismus und seinen Theoretiker*innen beschäftigt werden. Dadurch wird die Notwendigkeit der Synthese aufgezeigt, welche versucht Anarchis­mus und Feminismus zu vereinen. Am Beispiel historischer und aktueller Organisierung und Praxis sollen jedoch auch kritisch zu bewertende Aspek­te des Anarchafeminismus beleuchtet und diskutiert werden.

Referent*innen: Auf der Suche – anarchistische Gruppe aus Nürnberg

Offenburg 27.05.2017 um 19 Uhr Linkes Zentrum R12, Rammersweierstr. 12

https://linkeszentrumr12.noblogs.org/