Veranstaltung am Samstag, 29.09.2018 im R12: EL MAQUIS – GUERRILLA ANTIFRANQUISTA

Ein Compañero des Projekts „Ni cautivas ni desarmadas“ referiert über die Zeit 1936 (Beginn des spanischen Bürgerkrieges) bis 1963 (Todesjahr des letzten libertären Guerrilleros).

„Ni cautivas ni desarmadas“ ist ein gemeinütziges Projekt zur Erhaltung „de la memoria historica“, welches nur dank Zeugnissen von Guerrilleros/-as, deren Familien, Historiker*innen und vielen Interessierten seit mehr als 20 Jahren existiert.

Anarchistische Militanz spielte in der Guerrilla antifranquista, in der Resistencia francesa sowie in den Fluchtnetzwerken des 2. Weltkrieges eine bedeutende Rolle.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Geschehnisse zu dieser Zeit in Spanien.
Ereignissse in Frankreich sowie die Teilnahme Deutscher im spanischen Bürgerkrieg werden kurz thematisiert.

Im Linken Zentrum R12, Rammersweierstraße 12, Offenburg
Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr 30
Ab 19 Uhr gibt es vegane Vokü der K-Gruppe.
Der Eintritt ist frei, die Referent*innen aus Spanien freuen sich über Spenden.

Anarchistische Initiative Ortenau und alarm e.V. Offenburg


Übersetzung der spanischen Ausdrücke:

el maquis: der Widerstandskämpfer
Guerrilla antifranquista: Guerilla gegen Franco
Compañero: Gefährte, Kamerad
Ni cautivas ni desarmadas: weder gefangen noch wehrlos
de la memoria historica: der historischen Erinnerung
Resistencia francesa : französischer Widerstand / la Resistance

Anarchistisches Wohnzimmer: Anarchokapitalismus – ein Widerspruch in sich?

Das Anarchistische Wohnzimmer ist das Offene Treffen der Anarchistischen Initiative Ortenau und lädt in unregelmäßigen Abständen zu themenbezogenen Diskussionen in entspannter Atmosphäre ein.

An diesem Abend wollen wir mit euch über die Frage „Anarchokapitalismus – ein Widerspruch in sich?“ diskutieren.

Wie immer im Linken Zentrum R12
Diesmal am Donnerstag, den 28.06.2018, ab 19 Uhr 30.

 

Vortrag und Diskussion: Make Rojava Green Again

Der Angriffskrieg, den die türkische Armee und dschihadistische Gruppen gegen die basisdemokratische Gesellschaft und die Menschen in Nordsyrien/Rojava führen, stellt die Errungenschaften der Frauenbewegung, der Rätedemokratie und des friedlichen Zusammenlebens von Kurd*innen, Araber*innen, Turkmen*innen und andere Volksgruppen in Frage. Knapp sechs Jahre nach dem Beginn der basisdemokratischen Revolution Rojavas stehen die Menschen in Nordsyrien mit dem Rücken zur Wand.

Neben dem Krieg ist die Zerstörung der Natur und damit der ökologischen Existenzgrundlagen der Menschen eines der größten Prolbeme in der Region. Wasserknappheit, Monokulturen, Luftverschmutzung und Entwaldung prägen weite Landstriche Nordsyriens. Mit der Kampagne “Make Rojava Green Again” versucht ein Zusammenschluss von Internationalist*innen, gemeinsam mit der Bevölkerung in Nordsyrien, die drängenden ökologischen Probleme anzugehen.

Mit der Pflanzung von zehntausenden Bäumen, ökologischen Bildungsprojekten, und einem Recyclingprogramm soll der demokratische Aufbruch in Nordsyrien und seine Verteidigung direkt unterstützt werden.

Trotz des Krieges, jetzt erst recht.

Referent: Anselm Schindler

07. Juni 2018, 19.30 Uhr

R12, Rammersweierstraße 12, Offenburg

Kuba: Anarchist*innen eröffnen ABRA (Soziales Zentrum & Anarchistische Bibliothek) in Havanna

Im Jahr 2016 haben wir uns als FdA an einer Spendenkampagne beteiligt, die zum Ziel hatte, Geld für den Kauf eines Gebäudes in Kuba zusammenzubekommen. Die Föderation leistete schließlich einen bedeutenden Beitrag dazu.

Nachdem den Genoss*innen in Kuba der Kauf eines Objekts in der Hauptstadt Havanna gelang, ist es nun (am Samstag, 5.5.2018) endlich soweit: Das Zentrum ABRA (Soziales Zentrum und Libertäre Bibliothek) öffnet feierlich seine Tore. Die Genoss*innen vor Ort bitten um größtmögliche Verbreitung, ein Wunsch, dem wir nur allzugerne nachkommen. Und wir rufen euch auf, es uns gleichzutun.

Im Folgenden dokumentieren wir den Text zur Eröffnung (in eigener Übersetzung):

Text in english | en español weiter unten

Diesen 5. Mai 2018 beginnt mit der Eröffnung des ABRA, des “Centro Social y Biblioteca Libertaria” (Soziales Zentrum und Libertäre Bibliothek), für eine Gruppe von Kubaner*innen eine neue Etappe im Prozess der eigenen Emanzipierung.

Mit diesem Projekt möchte das Kollektiv “Taller Libertario Alfredo López” (eine 2012 entstandene, anarchistische, antiautoritäre und antikapitalistische Initiative, die Mitglied der Anarchistischen Föderation in Mittelamerika und der Karibik, FACC, ist) in enger und lebhafter Kooperation mit befreundeten Kollektiven, wie dem “Observatorio Crítico Cubano”, “Guardabosques” sowie einigen anderen Individuen, einen dauerhaften und autonomen Raum im heutigen Kuba zu schaffen.

Einen Ort, um Erfahrungen und Praktiken zu fördern, die unabhängig sind von jedweder Regierung (ob in- oder ausländisch) bzw. von jedweden Institutionen, die Regierungen repräsentieren. Dieser Ort soll darauf beruhen, was die Teilnehmenden selbst mit einbringen. Mit ABRA möchten wir eine Praxis in den Mittelpunkt stellen, die mittels prefigurativer Praktiken die Gesellschaft, die wir uns erträumen, bereits jetzt vorwegnimmt. Zugleich geht es uns um eine Praxis, die im Einklang mit der Natur steht. Konkret bedeutet dies ein Minimum an Konsum mit einem Maximum an eigenen, nicht umweltschädlichen Lösungen.

Dieses neue Projekt ist in seinem Kern antikapitalistisch ausgerichtet, da der Kapitalismus Beziehungen zwischen Personen fördert, die auf dem Gedanken der Nützlichkeit, der Herrschaft, der Konkurrenz und des Profits basieren, also all das, was eben nicht zu der Gesellschaft führt, die wir anstreben. Gestützt werden all diese negativen Erscheinungen von Staaten, Firmen und Unternehmen, die die Welt und unser Land beherrschen und ausplündern. Daher begreift sich das Soziale Zentrum als Opposition zu all diesen Konglomeraten und ihren Praktiken.

Andererseits ist jedoch klar, dass die Emanzipation nicht möglich ist, ohne Teil der uns umgebenden Gemeinschaften zu sein. Daher existiert ABRA neben und inmitten der Gemeinschaften, und ist dadurch ebenso von der Unterdrückung betroffen, die sie erleiden, wie von den Siegen, die sie in ihrem Kampf erringen. Gleichzeitig beteiligt sich das Projekt auch an unterschiedlichsten Widerstandsdynamiken und der Schaffung neuer Affinitätsgruppen, denen wir ebenfalls Platz in unserem Zentrum und in unseren Projekten einräumen. ABRA möchte all jenen Freundeskreisen, Personen oder Affinitätsgruppen einen Raum bieten, die sich nicht auf den eng gesetzten Rahmen von Regierung & Opposition beschränken, sondern mittels der direkten Aktion und ohne Vermittlungsinstanz die diversen Fragen des alltäglichen Lebens und die Erschaffung von Neuem in allen Sphären der Realität in Angriff nehmen.

Dieser Ort positioniert sich aktiv gegen jede Diskriminierung nach Hautfarbe, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sexualität, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Territorium, Bildungsniveau, ökonomischem Status und allem, was sich gegen die Würde der Menschen richtet. Außerdem erkennen wir die Pluralität von Meinungen (politischen, ideologischen, moralischen etc.) an, ohne unsere eigenen aufzugeben.

ABRA bietet Raum für den Austausch inmitten einer kommerzialisierten und überwachten Stadt und möchte ein Ort der lokalen, nationalen und internationalen Gegeninformation sein, der autodidaktischen Bildung, der Gedenken, der Feiern und Begegnungen; ein Versuch, die prekäre gegenkulturelle Szene und produktive Autonomie, die in Havanna und Kuba existiert, zu fördern.

Das Soziale Zentrum konstituiert sich als ein Ort der sozialen, horizontalen Kommunikation, um jenen nationalen und internationalen Erfahrungen eine Stimme zu geben, die für die hegemonialen Institutionen nicht von Interesse sind, aber zu einer antiautoritären und emanzipatorischen Perspektive beitragen, die jedoch für jene von uns von Interesse ist, die in Kuba kämpfen.

Mittel und Zweck stehen hier nicht im Widerspruch: Wichtigste Merkmale sind dabei die Horizontalität, die persönliche Freiheit und die aktive Teilnahme auf Grundlage der direkten Aktion.

In english

This 5th May begins a new stage in the process of emancipation for a group of Cubans with the opening of ABRA: “Centro Social y Biblioteca Libertaria” (Social Centre and Libertarian Library).

With this project the group “Taller Libertario Alfredo López” (a 2012 established, anarchist, antiauthoritarian and anticapitalist initiative, member of the Anarchist Federation of Central America and the Carribean, FACC), in vital cooperation with collectives like the “Observatorio Crítico Cubano”, “Guardabosques” and other individuals, wants to establish an autonomous and sustainable space in present Cuba.

A space to support experiences and practices which are independent of any kind of government (national or international) and any kind of institutions which represent governments. A space which is based on what its participants contribute to it. With ABRA we want to focus on a practice which tries to anticipate the society we dream of with prefigurative means. At the same time we want a practice which is in accord with nature. Specifically this means a minimum of consumption with a maximum of own, environmentally friendly solutions.

This new project is oriented anticapitalist, because capitalism supports relations within people which are based on the ideas of utility, domination, competition and profit, all which does not lead to the kind of society we strive for. All these negative phenomenons are supporese ted by states, businesses and companies which dominate and plunder our land. Therefore the Social Centre understands itself in opposition to all the aforementioned.

On the other hand it is clear that emancipation is not possible without being part of the communities surrounding us. Therefore ABRA exists next to and in the middle of the communities and is therefore likewise affected by the oppression they suffer as well as the victories they win with their struggles. At the same time the project participates in various resistance dynamics and the creation of new affinity groups for which we also grant space in our centre and our projects. ABRA wants to offer space for all those circles of friends, persons and affinity groups which do not limit themselves to the tiny framework of government and opposition, but who, with means of direct action, tackle the diverse questions of everyday life and commit themselves to the creation of new things in all spheres of reality.

This space actively positions against any discrimination based on race, ethnic background, gender, sexual orientation, gender identity, territory, level of education, economic status and all which is directed against the dignity of the people. Besides, we recognize the diversity of opinions (political, ideological, moral etc.) without giving up our own.

ABRA offers a space for exchange in the middle of a commercialized and supervised city and wants to be a place of local, national and international counter-information, a place of self organized education, of remembrance, of parties and encounters; an attempt to support the precarious counter-cultural scene and the productive autonomy which exists in Havana and whole Cuba.

The Social Centre constitutes itself as a place for social, horizontal communication, to give a voice to all those national and international experiences which are not of any interest for the hegemonic institutions, but which contribute to an anti-authoritarian and emancipatory perspective which is of interest for those of us fighting in Cuba.

Means and ends do not contradict each other here: the most important characteristics are horizontality, personal freedom and active engagement based on direct ation.

En español

Desde Cuba se inicia este 5 de mayo de 2018 una nueva etapa en el proceso autoemancipatorio de un grupo de cubanos y cubanas, con la apertura de ABRA: Centro Social y Biblioteca Libertaria.

Este empeño del Taller Libertario Alfredo López (iniciativa anarquista, anti-autoritaria y anticapitalista surgida en 2012, que forma parte de la Federación Anarquista del Caribe y Centroamérica), con el efectivo y vital involucramiento de colectivos afines como Observatorio Crítico Cubano, Guardabosques, así como algunas otras energías individuales; intenta construir un espacio autónomo y sostenible en la Cuba de hoy.

Un espacio para promover experiencias y prácticas independientes de cualquier gobierno foráneo o nacional, o instituciones que los representen, centrado en las capacidades de quienes se involucren. Desde ABRA se insistirá en una práctica que prefigure el tipo de sociabilidad que soñamos, y en un tipo de relacionamiento amigable con el medioambiente, que se traduce en un mínimo de consumo con un máximo de soluciones propias no contaminantes.

Este nuevo empeño es esencialmente anticapitalista, pues el capitalismo promueve un tipo de relaciones entre las personas basadas en el utilitarismo, la supremacía, la competencia, la ganancia, todo lo cual no conduce a la sociabilidad que aspiramos. Lo anterior es sostenido por los Estados, las empresas y corporaciones que dominan y depredan al mundo y a nuestro país. Por ello el Centro Social se coloca en las antípodas de todo lo anterior.

Por otra parte, no es posible la emancipación sin formar parte de las comunidades. Es por ello que ABRA existe de cara a ellas y dentro de ellas, no ajena a las opresiones que sufren, ni a las victorias que logran en su lucha. De igual modo se involucra en las dinámicas de resistencia y creación de otros grupos afines, a quienes les damos cabida en nuestro Centro y nuestros proyectos. ABRA pretende aportar un espacio para todas aquellas sociabilidades, personas y grupos de afinidades que no se limitan al estrecho marco del conflicto gobierno-oposición, se plantean el abordaje directo y por cuenta propia de las diversas cuestiones de la vida cotidiana y la creación en todas las esferas de la realidad.

Este espacio se sitúa activamente en contra de las discriminaciones por motivos de raza, origen étnico, género, sexualidad, orientación sexual, identidad de género, territorio, nivel de instrucción, estatus económico, y cualquier otra en contra de la dignidad de las personas. Asimismo, reconoce la pluralidad de pensamientos (políticos, ideológicos, morales, etc.), sin renunciar nunca a ejercer los nuestros.
ABRA se brinda como lugar de confraternización, en medio de una ciudad mercantilizada y vigilada, y ofrece un espacio para la contra-información local, nacional e internacional, la formación autodidacta, conmemoraciones, celebraciones, encuentros; buscando incentivar la precaria escena contracultural, productiva autónoma, existente en La Habana y la región Cuba.

El Centro Social se constituye como espacio de comunicación social horizontal para dar voz a aquellas experiencias nacionales e internacionales que no son de interés para las agencias hegemónicas, pero que tributan a una perspectiva antiautoritaria y emancipatoria que sí interesa a quienes luchamos en Cuba.

Aquí medios y fines no se contradicen: son la horizonalidad, la libertad de la persona, la participación efectiva a partir del involucramiento directo.

Anarchie ohne Anarchist*innen? Über nicht-anarchistische Projekte mit anarchistischem Inhalt

“Anarchie als Gesellschaftsstruktur besteht im Grunde nur darin, dem Zusammenleben eine andere Grammatik zu geben. Das setzt nicht voraus, dass die Menschen in ihr ‘Anarchisten’ sind! Das setzt nur voraus, dass die geänderten Spielregeln allgemein akzeptiert werden.” Horst Stowasser in “Anarchie – Idee, Geschichte, Perspektiven”

Es gibt weltweit unzählige anarchistische Projekte: vom besetzten Haus bis zur freien Schule, vom D.I.Y.-Band-Kollektiv bis zur Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen. Es gibt aber auch unzählige Projekte, in deren Selbstbeschreibungen, Websites oder Flyer nie das Wort anarchistisch auftaucht und die doch in vielen Bereichen ihrer Arbeit anarchistische Prinzipien und Organisierungsformen anwenden.

Wir wollen über dieses Phänomen ganz allgemein diskutieren, aber auch an konkreten Beispielen lernen, was diese Projekte ausmacht und warum sie für uns Anarchist*innen interessant und anschlussfähig sein können. Darum haben wir ein Mitglied der solidarischen Landwirtschaft SoLaVie Ortenau ins Wohnzimmer eingeladen: Ein nichtanarchistisches Projekt, das sich unserer Meinung nach aber viele anarchistische Prinzipien angeeignet hat.

Wir laden euch zum Anarchistischen Wohnzimmer am Donnerstag, den 03.05.2018, ab 19 Uhr 30 ins Linke Zentrum R12 Offenburg ein.

Eure Anarchistische Initiative Ortenau

Alternative Wohnformen: Inputs, Filme, Diskussion

Ein wichtiger Ansatz in der anarchistischen Bewegung war und ist seit jeher, unsere Ideen schon im Hier und Jetzt auszuprobieren, mit unseren Ansprüchen zu experimentieren und sie auf die Realität prallen zu lassen. Ein naheliegendes Labor sind hier unsere Wohnformen: Schaffen wir es zumindest im kleinen Kreis, z.B. in unserer Wohngemeinschaft, unsere Ideen von einer herrschaftsfreien Gesellschaft umzusetzen?

Wir haben zu diesen Überlegungen Menschen, nicht unbedingt Anarchist*innen, eingeladen, die auf Wagenplätzen, in Kommunen und Wohnprojekten leben. Sie geben uns Einblicke in ihren Alltag und ihre politischen Ansprüche. Gemeinsam wollen wir darüber und unsere eigenen Erfahrungen diskutieren.

Freitag, 20.04.2018 im Linken Zentrum R12 Offenburg

Wir beginnen ab 19 Uhr mit einer veganen Vokü der K-Gruppe.
Die Veranstaltung geht um 20 Uhr los.
Je nach Laune und Zeit ist noch R12-Kneipe im Anschluss.

Anarchistisches Wohnzimmer „So will ich leben – Über unsere Utopien reden“

Eine Gesellschaft ohne Herrschaft – das ist Anarchie. Doch wenn es um konkrete Vorstellungen der Umsetzung geht, bleiben die Antworten oft vage. Schließlich können und wollen wir nicht festlegen, wie diese Gesellschaft erreicht und wie bestimmte Probleme gelöst werden können. Aber wir wollen uns mit euch darüber austauschen, welche Fragen bei dieser Vorstellung auftauchen und was uns und euch dabei wichtig ist.

Donnerstag, 12. April 2018, 19 Uhr im Linken Zentrum R12,
Rammersweierstr. 12 in Offenburg.

Solidarität mit Afrin! Aufruf zum Anarchistischen Block!

[Lest den Aufruf zur Solidemo mit Afrin der FdA.]

24.März Frankfurt a.M.

Seit dem 20.Januar 2018 dauern die Angriffe des türkischen Militärs auf Afrin, in Kooperation mit dschihadistischen Gruppierungen, an. Afrin ist eines der drei selbstverwalteten Kantone der Demokratischen Föderation Nordsyriens.

Erdogan sieht die YPG/YPJ, welche das Gebiet erfolgreich vom IS befreit und die freiheitlichste und fortschrittlichste Gesellschaftsordnung in der gesamten Region durchgesetzt hat, als Terrororganisation an. Dabei arbeitete die YPG/YPJ sowohl mit der USA, als auch mit Russland zusammen. Allerdings ließen sie die YPG/YPJ fallen, nachdem der IS besiegt war. Des Weiteren nutzt Erdogan die nationalistische Mobilisierung, um Kritik*innen des AKP-Regmies zu inhaftieren und zu unterdrücken. Auch die deutsche Bundesregierung unterstützt den Krieg der Türkei gegen Afrin. Sie tut dies, weil sie mit der Türkei einen schmutzigen „Flüchtlingsdeal“ abgeschlossen hat, sowie aus wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen. Die Unterstützung erfolgt durch deutsche Waffen und Kriminalisierung von Protesten innerhalb Deutschlands. Dies geschah zum Beispiel durch Das Verbot der Fahnen von YPG/YPJ und Demonstrationsverbote.

Es zeigt sich wieder einmal, dass Herrschaftsinteressen wichtiger als Menschenleben sind. Befreiung von Unterdrückung und Freiheit aller Menschen in all ihrer Verschiedenheit kann nur erreicht werden, wenn Herrschaft und Machtverhältnisse grundlegend in Frage gestellt werden. Deshalb rufen wir als Föderation der deutschsprachigen Anarchist*innen dazu auf am 24.März nach Frankfurt a.M. zu kommen und mit uns gemeinsam einen Anarchistischen Block zu bilden.

Frankfurt am Main, Hauptwache.
Zeitpunkt: 14:00

Achtet auf Ankündigungen unter fda-ifa.org.

Aufruf für ein Wochenende gegen das Arcadia und seine Welt am 3. und 4. März

Am 9. Dezember öffnete in Strasbourg das Lokal Arcadia. Dieses Lokal, im Stadtteil Esplanade gelegen (Rue Vauvan 29), wurde von einer rechtsextremen Gruppe, die sich „Bastion Social“ nennt, eröffnet. Die Gruppe gibt es in verschiedenen Städten und bezieht sich positiv auf den Faschismus.

Sie ist schon für mehrere Angriffe verantwortlich: ein rassistischer Übergriff von 20 gegen einen, für den der Buchhalter der „Bastion Social“ zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Desweiteren wurden zwei Personen und ein Tramführer von Leuten aus dem Arcadia angegriffen.

Eines der zur Schau getragenen Ziele der „Bastion Social“ ist die Wohlfahrt für die weißen, „französischen“ Obdachlosen, die, folgt mensch ihrer Argumentation, vom Staat im Stich gelassen wurden, damit dieser mehr Geld für Migrant*innen hat. Mit dieser Falschauslegung der sozialen Kritik, bar jeder emanzipatorischen Perspektiven, propagiert die „Bastion Social“ die alte Idee vom „Ausländer“, der dem Franzosen das Brot klaut; ein Klassiker der extremen Rechten, die sich um obdachlose Menschen nur kümmert, wenn sie die „Ausländer“ verantwortlich machen können.

In einem Klima, in dem soziale Rechte umfassend zurückgenommen werden, in dem rassistische, islamophobe und gegen Migrant*innen gerichtete Ideen überall und besonders in der institutionellen Politik an Boden gewinnen, erscheint es für uns äußerst wichtig, gegen Neofaschist*innen, die sich in einem studentischen, multikulturellen und gewachsenen Stadtteil breit machen wollen, massenhaft zu mobilisieren.

Eine große antifaschistische Mobilisierung erblickte das Licht der Welt am selben Tag, an dem die Eröffnung des Lokals bekannt gemacht wurde. Es wurden Flyer verteilt, Plakate aufgehängt, es gab Aufrufe verschiedener Menschen im Stadteil (Einwohner*innen, Händler*innen, Eltern von Schüler*innen…) und vor allem gab es zwei Demonstrationen: 300 Leute am 9. Dezember 2017, 600 am 20. Januar 2018. Nach diesen großen Mobilisierungen hat der Stadtrat von Strasbourg einstimmig für die Schließung des Arcadia und die Auflösung der „Bastion Social“ gestimmt. Nun liegt es an der Präfektur: nur sie kann die büroktatische Schließung in die Wege leiten.

Wir werden nicht nur auf diese verwaltungstechnische Entscheidung warten! Der wachsende Erfolg der Mobilisierung zeigt uns den Weg auf, dem wir folgen müssen: Weiterhin zu diesem Thema, in unseren Stadtvierteln, auf unseren Straßen aktiv sein, um dem Faschismus den Weg zu versperren. Die Erfolge, die mit den Plänen der Stadtverwaltung erzielt wurden, waren nur möglich durch die Kraft und Hartnäckigkeit derer, die sich in die Kampagne eingebracht haben. In dieser Dynamik rufen wir zu einer dritten Demonstration auf und wir hoffen, dass diese noch größer wird. Ebenfalls laden wir euch am gleichen Abend zu einem Essen und einem Konzert ins autonome Jugend- und Kulturzentrum Molodoï ein. Am folgenden Tag finden dort Vorträge und Diskussionen statt.

Die Schließung des Arcadia wird auf der Straße erkämpft!

Demo am Samstag, 03.03.2018, 14 Uhr auf dem Place de Zurich, Strasbourg

Infos (auf französisch) findet ihr hier:
bafstrasbourg.wordpress.com/fermons-larcadia-local-fasciste-a-strasbourg/
fermonslarcadia.noblogs.org
facebook.com/events/325480517961913/

Unterstützer*innen:
Alarm Offenburg
Anarchistische Initiative Ortenau

01.03.2018: Anarchistisches Wohnzimmer – Weiterführende Diskussion zum Vortrag „Disrupt!“

Am 16.02.2018 luden wir euch zum Vortrag „Disrupt!“ ein. Es kamen ca. 20 Menschen, die dem Redner des Redaktionskollektivs çapulcu zuhörten und sich in einer intensiven und kritischen Diskussion mit der Digitalisierung der Welt, der vollständigen Vernetzungund und dem Glauben an die Technologie als Lösung aller Probleme für die Gesellschaft auseinandersetzten.

Wir wollen diese Diskussion gemeinsam mit euch weiterführen und vertiefen. Ihr könnt gerne auch teilnehmen, ohne den Vortrag „Disrupt!“ gehört zu haben. Wer sich dennoch ins Thema einlesen will, findet auf dem Blog des Kollektivs die PDF der Broschüre.

Das Anarchistische Wohnzimmer ist das Offene Treffen der Anarchistischen Initiative Ortenau und lädt in unregelmäßigen Abständen zu themenbezogenen Diskussionen in entspannter Atmosphäre ein.

Donnerstag, 01.03.2018, 19 Uhr im Linken Zentrum R12, Rammersweierstraße 12 in Offenburg